Kreuzberger Rathaus bleibt nazifrei! Erfolgreiche Blockade gegen Rassisten von „Pro Deutschland“

300 Gegendemonstranten haben gestern Abend mit Blockaden eine Veranstaltung der extrem rechten Partei „Pro Deutschland“ erfolgreich verhindert. Ein breites antifaschistisches Bündnis , darunter auch die DKP Berlin, hatte zu dem gestrigen Protest aufgerufen. 500 Polizisten wurden rund um das Kreuzberger Rathaus postiert, um die Rechten zu schützen und ihnen den Zugang in den BVV-Saal zu ermöglichen. Unterstützung bekam die Polizei durch eine Security, die scheinbar von „Pro Deutschland“ selbst engagiert wurde, um die Ein- und Aufgänge des Rathauses und des BVV-Saals „abzusichern“. Gegen 19:00 Uhr versuchten dann etwa 14 Anhänger der Rechten – geschützt von einer Polizeieskorte – sich gewaltsam Zugang ins Rathaus zu verschaffen. Mehrere hundert Antifaschist_innen stellten sich ihnen jedoch entschlossen in den Weg. Dabei kam es auch zu Rangeleien mit der Polizei. Einige Blockierer wurden dadurch verletzt, zwei Gegendemonstranten wurden wegen des Vorwurfs des Landfriedensbruchs festgenommen. Der Eingang des Rathauses und der Treppenaufgang zum BVV-Saal wurden jedoch komplett blockiert, so dass es für die Nazis kein Durchkommen gab. Die Rechten wurden wenig später unter lauten „Nazis raus“- Rufen von behelmten Polizeikräften zurück in eine Seitenstraße eskortiert. Ein voller Erfolg für uns!
Allerdings gibt Manfred Rouhs, Ex-NPDler und jetzt Bundesvorsitzender von „Pro Deutschland“, scheinbar noch nicht auf: Er soll bereits einen neuen Anlauf gestartet haben, um ins Rathaus Kreuzberg zu kommen. Den Plan kann er sich aber jetzt schon abschminken, denn wir werden vor ihm da sein.
Wir wünschen den Verletzten baldige Genesung und erklären unsere Solidarität mit den Festgenommenen!

Zum Hintergrund: „Pro Deutschland“ hatte sich erfolgreich für eine Veranstaltung ins Rathaus Kreuzberg eingeklagt. Das Verwaltungsamt hatte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Mitte Mai in einem Urteil verpflichtet, der Partei „Pro Deutschland“ am 30. Juni den BVV-Saal zur Verfügung zu stellen.