Auseinandersetzungen zwischen SA und Kommunist_innen – Buchvorstellung

Wegen Demo verlegt auf den 05 Juli 2011 !!!!


Die Auseinandersetzungen zwischen SA und Kommunist_innen sind ein fester Topos in der Historiographie der Weimarer Republik. Gerade die Situation in Berlin, als Kulminationspunkt dieser Entwicklung, stand immer wieder im Zentrum der Forschung. Dennoch ist bis heute Einiges im Dunkeln geblieben. Schlaglichtartig beleuchtet der Autor in seinem neu erschienen Buch „…wird mit Brachialgewalt durchgefochten“ die Verurteilungen von Tötungsdelikten bei Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Angehörigen des sozialistischen Milieus in Berlin im Zeitraum von 1929 bis zum 30. Januar 1933. 18 Prozesse werden hier analysiert, dabei wurden fünf Fälle, bei denen die Akten überliefert sind, ausführlich dargestellt. Die übrigen 13 Fälle wurden aus zeitgenössischen Zeitungen und der Literatur rekonstruiert. Geklärt werden soll, wie Weimarer Richter am Ende der Republik in diesen Fällen urteilten und wie die Prozesse von den jeweiligen Seiten begleitet und kommentiert wurden. Durch die ausführliche Darstellung kann zudem das Milieu dargestellt und die Motivationslagen der Protagonisten genauer betrachtet werden.
Johannes Fülberth wird im Rahmen der Veranstaltung zwei Fälle, die sich im Umfeld des Kreuzberger Wrangelkiez ereigneten, ausführlich beleuchten. Zudem sollen zeitgenössische Dokumente und Filme einen tieferen Einblick in diese Zeit der Auseinandersetzungen ermöglichen.