Antifa – Ein-Punkt-Bewegung oder Kampf ums Ganze?

Mitte Mai marschiert die NPD unter dem Motto: „Wahrheit macht frei – Für die Erfassung der Nationalität bei Straftätern“ durch Kreuzberg, bedroht und verprügelt unter den Augen der Polizei Migrant_innen und Antifaschist_innen. Im Juni gelingt es den Faschisten, eine Kundgebung vor dem Verlagshaus der linken Tageszeitung „junge Welt“ durchzusetzen. Beide Nazi-Aufmärsche konnten nur unter massiver Mithilfe und Geheimhaltetaktik der Berliner Polizei stattfinden. Die antimuslimischen Hetzer der sogenannten „Pro Deutschland“-Bewegung haben zwar noch keinen nennenswerten Mitgliederzulauf, aber ihre rassistische Hetze trifft in breiten Bevölkerungsteilen auf immer mehr Zustimmung. Der rassistische Nährboden für faschistische Attentate – wie erst vor wenigen Tagen in Norwegen – ist auch in Deutschland bereitet.

Was können wir dagegen tun?

Diskussion mit Markus Bernhardt über aktuelle Strategien der Antifa-Bewegung in Zeiten von Krieg, Militarisierung und Sozialabbau, sozialer Spaltungsversuche in Form rassistischer Hetze und Repression gegen Linke. Wie positioniert sich die Antifa zu sozialen Themen und fortschreitender Entdemokratisierung? Welche antikapitalistischen Positionen bezieht sie in Zeiten des Angriffs der herrschenden Klasse? Darüber wollen wir an diesem Abend mit euch diskutieren.

Referent: Markus Bernhardt (freier Journalist, u.a. Tageszeitung junge Welt)

Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Kneipe „Zum Franziskaner“, Dresdener Straße 17 in Kreuzberg, U1+U8 Kottbusser Tor