Mahnwache in Gedenken an Silvio Meier

Mo., 21. November – 17:00

Mahnwache in Gedenken an Silvio Meier

U-Bhf Samariter Straße (U5)

„Dieses System wollte ich nie. (…) Es ist alles ganz anders geworden, es ist schlimmer geworden … Es bedeutet auf einmal um Geld zu kämpfen, was ich mir vorher nie vorstellen konnte.“ – so der 27jährige Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier in einem Interview Anfang der 90er Jahre. Kurze Zeit später, am 21. November 1992 wurde Silvio von Neofaschisten erstochen. Silvio kämpfte: gegen die Profitmacherei mit Wohnraum, gegen braune Horden im Kiez.

Silvio wuchs in der DDR auf. Ihm blieb danach nur wenig Zeit, den Kapitalismus zu durchschauen. Heute, 19 Jahre nach diesem politischen Mord, verschärfen sich die Entwicklungen, die ihn das Leben kosteten und die er vorausahnte. Die Berliner Polizei kooperiert systematisch mit Nazis, z.B. durch Geheimhaltung ihrer Aufmärsche. Die Bespitzelung und Kriminalisierung von AntifaschistInnen und Linken erreichte bisher unbekannte Ausmaße. Die Mieten sind in Berlin unbezahlbar geworden. Hausbesetzer werden mit Großeinsätzen rausgeprügelt.

Deshalb heißt es 19 Jahre später: Jetzt erst Recht auf die Straße – im Gedenken an Silvio Meier!