kiezromanze – Samstag 25.08 ab 20 Uhr Soliparty für Kotti & Co

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>> Regenbogenfabrik

Soli-Erklärung der Regenbogenfabrik:
Seit dem 26. Mai protestieren die MieterInnen des Südblocks am Kottbusser Tor mit einem Protestcamp gegen steigende Mieten in ihren Sozialwohnungen. Die Hochhäuser, in denen sie wohnen, gehören den privaten Gesellschaften Hermes und GSW.
Nach dem Ausstieg des Landes aus der »Anschlussförderung« des sozialen Wohnungsbaus, durch die Hermes und die GSW 30 Jahre subventioniert wurden, erhöhen sie Jahr für Jahr die Mieten. Gleichzeitig steigen die Nebenkosten. Jede zweite der vorwiegend türkischen Familien im Südblock zahlt 50 Prozent des Einkommens für die Wohnung. Hartz-IV-EmpfängerInnen werden aufgefordert, die Miete zu senken.
Einige sind bereits ausgezogen, anderen droht sie Zwangsräumung. All das ist kein Problem allein am Kottbusser Tor. Die Verdrängung von Armen und Menschen mit geringem Einkommen findet im gesamten Bereich innerhalb des Berliner S-Bahnringes statt. Immer mehr Menschen können ihre ohnungen
nicht mehr zahlen.
Neu ist, dass sich MieterInnen zusammenschließen und sich wehren, dass sie den Protest gemeinsam auf die Straße tragen. Die vorwiegend türkischen MieterInnen am Kottbusser Tor wollen ihr Protestcamp aufrechterhalten, bis eine politische Lösung gefunden ist. Tag und Nacht halten sie mit viel Mühe ihr Protestcamp besetzt und informieren NachbarInnen und PassantInnen. Sie geben so ein Beispiel, wie Mietkämpfe heute gemeinsam und solidarisch geführt werden können und zeigen, dass man nicht wegsehen darf, wenn die ersten NachbarInnen ihre Sachen packen, sondern sich zusammentun und gemeinsam wehren kann.
Auch die Regenbogenfabrik ist aus Mietkämpfen entstanden, hat diese Erfahrung gelebt und tut es heute noch.
Deshalb unterstützen wir das Kotti-Camp und die MieterInnen des Südblocks.
Die Erlöse unserer Soli-Party am 25.08.2012 gehen an die Mieterinitiative »Kotti & Co«, die zu Beginn der Party über das Protestcamp informieren wird.
Mehr Infos zum Kotti-Camp und den Forderungen der
MieterInnen:
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