Roter Stammtisch der DKP Friedrichshain-Kreuzberg:

Donnerstag, 08.11.2012 um 19.30 Uhr

im Café Commune, Reichenberger Straße 157, U1 + U 8 Kottbusser Tor

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Warum schützt und unterstützt der Staat seine Neofaschisten?

Seit 1990 starben weit mehr als 100 Menschen durch neofaschistische Gewalt. Auch der Hausbesetzer Silvio Meier, der vor genau 20 Jahren in Berlin-Friedrichshain ermordet wurde und dem wir am 24. November mit einer bundesweiten Demonstration gedenken, gehört zu den Opfern. Politik und Behörden sprachen immer von Einzelfällen.

Vor genau einem Jahr, Anfang November 2011, flog die faschistische Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) auf und führte diese Lüge ad absurdum. Der NSU ermordete neun türkische und griechische Mitbürger und eine Polizistin. Etliche Menschen wurden bei weiteren Übergriffen der Gruppe verletzt wie bei dem Nagelbombenanschlag 2004 in Köln.

Die Verstrickung staatlicher Behörden in die Terrorakte des NSU und der Versuch ihrer Vertuschung ist unübersehbar. Aber: Warum schützt und unterstützt der Staat Neofaschisten? Welches Interesse hat er an ihrer Existenz und was ist ihre Funktion?

Referent: Markus Bernhardt, Autor der Tageszeitung junge Welt und des Buches „Das braune Netz: Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer“