Der Mord an Celalettin Kesim

Roter Stammtisch der DKP Friedrichshain-Kreuzberg:

Donnerstag, 3. Januar 2013, um 19:30 Uhr
Café Commune, Reichenberger Str. 157
U1+U8 Kottbusser Tor

Vor 33 Jahren, am 5. Januar 1980, wurde der türkische Kommunist Celalettin Kesim von Faschisten und religiösen Fanatikern am Kottbusser Tor in Kreuzberg ermordet.

Celalettin Kesim (* 7. Juli 1943 in der Türkei; † 5. Januar 1980 in Berlin) war ein türkischer Kommunist, Mitglied der TKP, der IG Metall, Berufsschullehrer und Sekretär des Berliner Türkenzentrums. Er wurde am 5. Januar 1980 in Berlin bei einer Aktion gegen die damals drohende Militärdiktatur in der Türkei von türkischen Faschisten und religiösen Fanatikern ermordet. Celalettin kam 1973 nach West-Berlin. Er arbeitete bei Borsig als Dreher und war dort Vertrauensmann der IG Metall. Später war er Lehrer an einer Berufsschule.

Am 5. Januar 1980 wurden rund 40 Aktivisten des politisch linksorientierten Türkenzentrums, die am Kottbusser Tor Flugblätter verteilten, von etwa 70 türkischen Faschisten und religiösen Fundamentalisten überfallen, die aus der benachbarten Mevlana-Moschee kamen und mit Ketten, Schlagstöcken und Messern auf sie einschlugen. Dabei wurde Celalettin Kesim durch einen Messerstich in den Oberschenkel verletzt. Obwohl der Vorfall durch Zivilpolizisten beobachtet wurde, verblutete Kesim auf der Straße. Uniformierte Polizei und Rettungswagen kamen erst nach mehr als 30 Minuten zu Hilfe. Sieben Tatverdächtige wurden nach der Straßenschlacht festgenommen. An der Trauerfeier für Celalettin nahmen 3.000 Menschen teil, 11.000 beteiligten sich an der anschließenden Gedenkdemonstration.
An Celalettin Kesim erinnert eine Gedenktafel an der Ecke Reichenberger Straße und Kottbusser Straße.

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