Stoppt den drohenden Genozid in Westkurdistan – Verteidigt die Revolution in Rojava!

Kampf gegen Faschismus und Imperialismus in Westkurdistan

Erhebt Eure Stimme – Erhebt Eure Faust – No Pasarán!

Kommt alle zur Demo – Samstag den 10.08.13 – 18:00 – Hermannplatz

Die kurdische Bevölkerung in Rojava (Westkurdistan / Nordsyrien) hat sich weder dem Assad Regime, noch den von EU, NATO und den Golfmonarchien unterstützten Kräften der sog. „Freien Syrischen Armee“(FSA) angeschlossen, sondern eine eigene rätedemokratische Selbstverwaltung aufgebaut. Nachdem sich die Kurdinnen und Kurden schon seit vielen Jahren gegen die Unterdrückung durch das arabisch-nationalistische Baath-Regime gewehrt haben, sind sie jetzt auch in das Fadenkreuz der FSA und der mit ihr verbündeten islamistischen Kräfte geraten. Genozid in Westkurdistan und Syrien – FSA und Al Quaida erklären„Heiligen Krieg“ gegen kurdische Bevölkerung Während westliche Staaten in Afghanistan oder Mali unter Vorwand des Kampfes „gegen den islamischen Terror“ Kriege führt, unterstützt der NATO Staat Türkei offen die Islamisten von Al Quaida in ihrem Kampf gegen die kurdische Bevölkerung in Syrien.

Die von der Türkei und damit auch von den NATO Staaten logistisch unterstützte „FSA“ und ihr nahestehende islamistischen Einheiten wie die Al Nusra Front oder „Islamischer Staat in Irak und Levante“(ISIS) haben der kurdischen Bevölkerung jetzt den „Heiligen Krieg“ erklärt. Auf einem Treffen von FSA Kommandanten in der Nordkurdischen Stadt Antep (Türkei) wurde am 26. Juli die Entscheidung für dieses Vorgehen getroffen. Konkret bedeutet, dass in der letzten Woche hunderte kurdische Männer, Frauen und Kinder ob christlich, sunnitischen oder jezidischen Glaubens von diesen Gruppen entführt, gefoltert, ermordet, zerstückelt, geköpft, erhängt oder auch verbrannt wurden. So wurden beispielsweise Anfang August mehrere kurdische Dörfer (Til Arap und Til Hasil) von Al Nusra Kämpfern umstellt, 100 ZivilistInnen ermordet und 400 als Geisel genommen. Die Zahl der in den letzten Tagen ermordeten kurdischen ZivilistInnen geht in die Hunderte. Auch die Grenzstadt Serê Kaniyê wurde zum Ziel der Al-Nusra-Front. Die islamistische Gruppe übernahm am Donnerstag (01.08.2013) die Kontrolle über die Strom-Hauptleitung und hat die Stromzufuhr nach Serê Kaniyê abgebrochen. Dadurch ist es zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung in der Stadt gekommen. AugenzeugInnen berichten, dass die islamistischen Gruppen über Moscheelautsprecher zum Massenmord aufriefen. Es sei „helal“ (aus islamischer Sicht erlaubt) kurdische Frauen zu entführen und zu vergewaltigen und die Häuser zu plündern.

Am 30. Juli wurde zudem das Mitglied des Kurdischen Hohen Rats Isa Huso durch eine Autobombe in der Stadt Qamislo (Qamishli) getötet. Islamistischen Gruppen werden hinter der Tat vermutet. Dies geschieht vor Hintergrund, dass der Krieg gegen das Assad Regime für die FSA stagniert und damit auch für das US Außenministerium eine Teilung Syriens ansteht. Daher versuchen die FSA-Banden mit aller Kraft> die Hegemonie in Westkurdistan (Nordsyrien) gegen die multiethnische und multireligiöse Bevölkerung zu erringen und nach Ende des Ramadan ein islamischen Emirat mit Rückendeckung der Türkei auszurufen. Die Türkei unterstützt tausende bewaffnete Islamisten beim Grenzübertritt und der Einreise nach Westkurdistan. Verwundete Al-Qaida-Kämpfer werden in türkischen Krankenhäusern behandelt. Mehrfach hat die türkische Armee bereits den djihadistischen Kämpfern bei Angriffen auf kurdische Stellungen nahe der syrischen Grenze Feuerschutz gegeben. In den von Al Nusra kontrollierten Gebieten wird die Scharia nach den Vorstellungen der Islamisten bereits praktiziert.

Menschen die wie die kurdische Freiheitsbewegung für Geschlechterbefreiung, demokratisches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen einstehen, sind diesen Gruppen ein Dorn im Augen. Daher wird vor schwersten Kriegsverbrechen bis hin zum Genozid nicht zurückgeschreckt. Ziel dieser verbrecherischen Politik ist es einen ethnisierten kurdisch arabischen Bürgerkrieg heraufzubeschwören. Dies ist bis jetzt nicht gelungen, da die Rätestrukturen in Westkurdistan und die Verteidigungseinheiten der YPG den Anspruch haben, jeder religiösen oder ethnischen Gruppe der Region eine Plattform zu verleihen und inzwischen auch viele Jugendliche in Verteidigungseinheiten YPG kämpfen. Viele Frauen kämpfen ebenfalls in der YPG und schlagen effektiv die Angriffe der Djihadisten zurück. Der Westen – USA, NATO und EU – liefert an diese „Kräfte der Finsternis“, wie viele Kurden die Djihadisten mit ihren mittelalterlichen Vorstellungen nennen, nicht nur logistische Unterstützung. Die europäischen Medien schweigen zu den Massakern und dem nun drohenden Genozid in Westkurdistan. Wir wollen dieses Schweigekartell durchbrechen. Die Revolution in Westkurdistan ist ein Kampf für eine Welt jenseits der kapitalistischen Moderne und der patriarchalen Unterdrückung!

Es ist ein Kampf gegen den Faschismus und Imperialismus der in Westkurdistan geführt wird –

Stoppt die Waffenlieferungen nach Syrien – Es lebe der kurdische Befreiungskampf!

Kommt alle zur Demo – Samstag den 10.08.13 – 18:00 – Hermannplatz