Residenzpflicht abschaffen!

Das RegenbogenKino zeigt den Film von Denise Garcia Bergt, die auch anwesend sein wird.

Der Eintritt geht an die Frauenflüchtlingsetage in der Ohlauer Str.

Do. 12.12.13, 19:30 Uhr
Lausitzer Str. 22

Seit vielen Jahren kämpfen Flüchtlinge gegen die so genannte Residenzpflicht, die 1982 in Deutschland eingeführt wurde. Diese besagt, dass Asylsuchende im laufenden Verfahren den Bezirk, in dem sie gemeldet sind, ohne Erlaubnis nicht verlassen dürfen. Die Filmemacherin Denise Garcia Bergt begleitet Aktivist/innen, die davon berichten, wie ihnen die Residenzpflicht unsichtbare Grenzen in den Weg stellt und die freie Entfaltung der Persönlichkeit behindert: Grundrechte, wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit, die Pflege sozialer Kontakte werden eingeschränkt.

Thematisiert wird die Residenzpflicht im Film auch in einem größeren Kontext: Interviewpartner/innen erzählen, wie die Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen im Innern mit der Abschottungspolitik an den europäischen Außengrenzen zusammenhängt und inwiefern diese Reglementierung mit dem kolonialen Erbe und dem Alltagsrassismus in Deutschland verwoben ist.