PM: Lösung für Ex-BewohnerInnen der Eisfabrik

Nach einer wo­chen­lan­gen Odys­see gibt es heute ein Lö­sung für die Ex-​Be­woh­ne­rIn­nen der Eis­fa­brik. Bis Mon­tag nächs­ter Woche ist eine Über­nach­tung bei den Mal­te­sern ge­si­chert. Ab dann gibt es eine un­be­fris­te­te Un­ter­kunft in einem Wohn­heim im Wed­ding.

An­fang De­zember for­der­te der Be­zirk Mitte den Ei­gen­tü­mer der Eis­fa­brik auf, diese zu räu­men und zu si­chern. Dies wurde durch Ge­richts­be­schluß be­stä­tigt. Gleich­zei­tig for­der­te das Ge­richt den Be­zirk Mitte auf für die Un­ter­brin­gung der „un­frei­wil­lig Ob­dach­lo­sen“ zu sor­gen. Der Be­zirk ver­such­te sich dem zu ent­le­di­gen, indem er auf die Not­un­ter­künf­te ver­wies. Diese sind aber ers­tens über­füllt und zwei­tens nicht mit dem Ar­beits­mo­dell der Ex­be­woh­ne­rIn­nen zu ver­ein­ba­ren.

Am 27. De­zember wurde die Eis­fa­brik ge­räumt. Seit­dem kämp­fen die Be­woh­ne­rIn­nen mit ihren Un­ter­stüt­ze­rIn­nen für eine men­schen­wür­di­ge Un­ter­kunft. Mit Be­set­zung einer Kir­che,von Verdi bis zur Par­tei­zen­tra­le der SPD brach­ten sie ihre be­rech­tig­ten For­de­run­gen an die Öf­fent­lich­keit.

Heute hatte mit der Be­set­zung der Se­nats­ver­wal­tung für So­zia­les der wo­chen­lan­ge Kampf end­lich Er­folg. Bis Mon­tag nächs­ter Woche ist eine Über­nach­tung bei den Mal­te­sern ge­si­chert. Ab dann gibt es eine un­be­fris­te­te Un­ter­kunft in einem Wohn­heim im Wed­ding.

BewohnerInnen der Eisfabrik und UnterstützerInnen

Solidaritätsadresse der DKP Friedrichshain/Kreuzberg

Aufruf zur Celalettin-Kesim-Kundgebung am 5.1.2014

Am 5. Januar 1980 wurde unser Genosse Celalettin Kesim durch türkische Faschisten am Kottbusser Tor auf offener Straße ermordet. Celalettin war Kommunist, als aktiver Gewerkschafter bekannt und Sekretär des damaligen Türkenzentrums. Der Mord rief in der Stadt Entsetzen und Empörung hervor; an der Gedenkdemonstration im Anschluss an die Trauerfeier nahmen über 10.000 Menschen teil.

Damals wie heute morden die Faschisten, deshalb müssen wir das Gedenken an Celalettin Kesim, wie auch das an andere ermordete Antifaschisten, wachhalten und den Widerstand gegen die zunehmende faschistische Gefahr gemeinsam organisieren.

Faschisten sind die Handlanger des Kapitals. Die Geschichte lehrt uns, dass sie immer die konsequentesten Verfechter einer neuen gerechteren Gesellschaftsordnung verfolgen: Die Kämpfer für eine Gesellschaft, die die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht kennt. Celalettin Kesim war solch ein konsequenter Kämpfer für eine neue, für eine sozialistische Welt, deshalb musste er sterben.

Heute erleben wir, wie faschistischer Terror vom bürgerlichen Staat gedeckt, wenn nicht gefördert wird. Lasst uns ein Zeichen setzen, dass wir bereit sind, dem faschistischen Terror entgegenzutreten.

Nichts ist vergessen. Niemand ist vergessen!

Kommt zur
Kundgebung am Celalettin-Kesim-Platz (Kottbusser Tor)
am 5. Januar um 17 Uhr!