Zwangsräumung in der Reichenberger Str. 73

JungeWelt zur Räumung

Das Café Reiche zur Räumung:

Nachbar_innen entscheiden: Mieter_innenkampf geht weiter!

    Vielleicht glaubt die Hausbesitzerfamilie Brenning, sie sei erfolgreich, wenn sie die Gerichtsvollzieherin Frau Susok zwingt die Wohnung einer 5-köpfigen Familie einen Werktag vor angebotenen Wohnungsrückgabetermin zwangszuräumen.
    Vielleicht glaubt Gerichtsvollzieherin Susok, sie sei erfolgreich, wenn sie mal wieder in Begleitung einer Hundertschaft von Polizisten über Berliner Hinterhöfe zu ihrer Vollstreckung schreitet.
    Vielleicht glaubt die Berliner Polizei, sie sei erfolgreich, wenn sie mit Rammbock und Bolzenschneider durch die Nachbarschaft zieht und im Anschluss an friedlichen Protest 10% der Nachbar_innen festnimmt und diese auf der Polizeiwache mit haarsträubenden Argumentationen, wie wir sie bisher nur aus Erzählungen von Nachbar_innen aus diktatorischen Ländern kennen, psychologisch unter Druck setzen will.

Wir können allen obengenannten klar sagen: NEIN!

Wir haben uns gestern im Anschluss des brutalen Polizeiauftritts in der Nachbarschaft umgehört und uns bis in die Abendstunden mit Mieter_innen ausgetauscht.
Unsere gemeinsame Antwort lautet klar und deutlich: Jetzt erst recht! Es reicht! Ya basta!

Unser Mieter_innenkampf um unsere Wohnungen und wie wir uns ein gutes Leben in unserer Stadt vorstellen geht weiter!

Gleich morgen am Samstag, den 29.03.2914:

Nachbarschaftskundgebung vor der Reichenbergerstraße 73 um 16 Uhr
mit Musik, Information und heissen Getränken.

Und davor gemeinsam mit den kämpfenden Nachbar_innen vom Kottbusser Tor unsere
Lärmdemo um 14 Uhr 30 ab dem Gecekondu am Kotti.

Und selbstverständlich sehen wir uns in einem gemeinsamen Kampf mit den Flüchtlingen am Oranienplatz und in der Schule in der Ohlauerstrasse!
Hier kämpft schon lange keine mehr alleine!

Und nach dem Kampf ist vor der Fete!
Daher werden wir den Samstagabend feiernd in der Regenbogenfabrik verbringen.