Demo gegen Räumung des O-Platzes

Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) zur Demo:

Mehrere tausend Menschnen, mindestens 2000, haben am Abend spontan gegen die Räumung des Oranienplatzes und die „Spalte und Herrsche“-Politik des Berliner Senats protestiert. Vor allem Frau Kolat und Frau Hermann haben die Flüchtlings gegeneinander aufgehetzt, so dass wir heute erleben mussten wie sich Flüchtlinge vor der belustigten Presse gegenseitig angriffen und ihr eigenes Camp in Trümmer schlugen. rbb-Abendschau

Nachdem eine ganze Weile am Kottbusser Tor herumgestanden wurde ging es dann gegen 20:45 zügig los durch die Reichenberger Strasse Richtung Oranienplatz, der von einem Grossaufgebot abgesperrt war. Über den Wassertorplatz und die Skalitzer zurück zum Kotti und von dort über die Adalberstrasse und die Oranienstrasse zum Heinrichplatz. Hier versuchte das erste Mal ein grösserer Teil der Demo die Route zu wechseln und lief in die Mariannenstrasse, statt die Oranienstrasse weiter in Richtung Görlitzer Bahnhof zu laufen. Dieser Ausbruchsversuch wurde von der Polizei mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray unterbunden, vorherige Chancen die Route zu verlassen und unkontrolliert richtung Oranienplatz zu ziehen wurden leider nicht genutzt. Hier gab es auch die ersten Festnahmen.

Trotzdem war die Demo recht dynamisch, schnell, laut und wütend. Auch wenn es wieder nicht gelang dem Polizeiapperat ernsthaft etwas entgegenzusetzen. Unter engen Spalier ging es dann weiter zur Flüchtlingschule am Görlitzer Bahnhof. Dort wurde die Demo vom Anmelder für beendet erklärt, danach versuchten immer wieder Menschen kleine Spontanaufzüge in der Reichenberger Strasse, in der Ohlauer und am Spreeewaldplatz zu formieren. Die Polizei ging mit gewohnter Brutalität vor, verhaftete mehre Menschen und kesselte diversen Gruppen von Demonstrant_innen ein. Einige Leute haben es zum Oranienplatz geschafft und harren dort auf der Mittelinsel aus, tanzen und singen. Aktuell sind überall in Kreuzberg Riotcops unterwegs, also passt auf euch auf!

Weiter Proteste wird es am Freitag geben, für 18 Uhr ist eine Demo am Antonplatz in Weissensee zum Wohnsitz von Innensenator Henkel geplant.