Berlin feiert die Befreiung im Kiez und am Ehrenmal

Wie in jedem Jahr veranstaltete die DKP-Gruppe Friedrichshain-Kreuzberg am 8. Mai gemeinsam mit der Berliner SDAJ auf dem Spreewaldplatz in Kreuzberg ein Fest zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus durch die Sowjetarmee. Im Kiez wird diese Veranstaltung Jahr für Jahr beliebter. Viele Menschen, die früher noch verschüchtert zugeschaut haben, nehmen inzwischen daran teil. Freunde und Mitstreiter aus der Antifa und aus den Mietenkämpfen haben ebenfalls gemerkt, dass man mit den Kommunisten auch gut feiern kann.

Trotzdem kamen politische Inhalte auf dem Fest nicht zu kurz. So war der Auftritt von Erika Baum, einer der Kandidatinnen der DKP zur Europawahl am 25. Mai, ein besonderer Höhepunkt. Auf dem Spreewaldplatz war es teilweise mucksmäuschenstill. als sie von der erneuten Gefahr des Faschismus in Europa sprach.

Für gute Stimmung und Bewegungsdrang im Tanzbein sorgten dann die Musiker eines russischen Trios mit traditioneller Musik ihres Landes. Lieder zum Mitsingen wurden von der Bühne aus von Genossen der SDAJ und DKP gemeinsam angestimmt. Die Wochenzeitung der DKP, UZ – Unsere Zeit, und die UZ-Extra zur Europawahl wurden von den Anwohnern und Besuchern gerne mitgenommen, um sich mit den Positionen der Kommunistischen Partei auseinanderzusetzen.

Tausende Menschen zogen am 8. und 9. Mai auch zu den sowjetischen Ehrenmalen in Berlin, vor allem zu dem im Treptower Park. Am riesigen Monument des sowjetischen Soldaten, der mit einem Kind im Arm das Hakenkreuz zertritt, legten Unzählige Blumen und Gebinde nieder. Auch das Ehrenmal am Tiergarten, das zuletzt durch die widerliche Springer-Kampagne in das Zentrum des Medieninteresses gerückt war, sowie die Gedenkstätte in Schönholz waren Ziel vieler Menschen, die den Befreiern ihren Dank ausdrücken wollten.