29.04.2015 ¦ Baskischer Abend: Internationalistischer Warm up zum Revolutionären 1. Mai

Beginn: 20:00 Uhr | Ort: Stadtteilladen Zielona Góra • Grünberger Str. 73, am Boxi • Berlin-F’Hain

Volxküche (vegan), Solitresen, free Kicker & Politmucke

Kurz vor dem Kreuzberger Revolutionären 1. Mai 2015 gibt es einen baskischen Abend mit Patxaran, Txakoli und Kalimotxo sowie baskischen Essen (vegan und vegetarisch) als internationalistischen Warm Up. Mit Videoclips von über 25 Jahren Revolutionärer 1. Mai in Berlin.

>> Internationalistischer Abend

Beats against Racism

Wir wollen zusammen mit Euch am 18.4 auf dem Oranienplatz in Berlin ein starkes Zeichen gegen die drohende Asylrechtsverschärfung setzen, die von der Bundesregierung geplant ist.

Dabei haben zahlreiche Künstler_innen wie Antinational Embassy, Amewu, Irie Révoltés, Peter Fox-DJSet ihre Teilnahme angekündigt und werden den massenhaften Protest in ein kraftvolles Konzert verwandeln.

Untermauert von Redebeiträgen und Vorträgen verschiedener antirassistischer Initiativen und diverser Kulturschaffender, werden wir klar machen, dass eine weitere Verschärfung des Aufenthaltsrechts nicht hingenommen wird.

Nein zu den rassistischen Abschiebegesetzen!

Nein zum massenhaften Inhaftierungsprogramm für Flüchtlinge!

Bedingungsloses Bleiberecht für alle!

Venezuela vor einem „Regime Change“ made in USA ?

Roter Stammtisch der DKP
Friedrichshain- Kreuzberg,
Donnerstag, 2. April, 19.30 Uhr,
Café Commune, Reichenberger Straße 157,
U1/U8 Kottbusser Tor

Wie kann Nicolas Maduro aus dem Schicksal Salvador Allendes lernen? Wie stark und revolutionär ist die bolivarische Revolution?

Venezuela vor einem „Regime Change“ made in USA ?

„Bild“ nennt es totalitäre Diktatur. Einige Linke sehen in Venezuela lediglich den populistischen Versuch, à la Keynes die Petrodollars etwas gerechter zu verteilen. Wir dagegen staunen über die vielen Erfolge bei der Verbesserung der Lebensbedingungen und die Beteiligung zahlreicher Basisinitiativen beim Versuch, trotz der historischen Niederlage der sozialistischen Staatenwelt den Sozialismus des 21. Jahrhunderts aufzubauen.

Wie die Situation im Lande tatsächlich aussieht erfahren wir von unserem Referenten Jan Kühn, Mitarbeiter des solidarischen Nachrichten¬und Analyseportal amerika21. Er ist soeben aus Venezuela zurückgekehrt.


Unbekannte zerstören in Kreuzberg Gedenktafel für den Berliner Antifaschisten Wolfgang Szepansky

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben vor etwa 14 Tagen Unbekannte die Gedenktafel für den Antifaschisten Wolfgang Szepansky( (* 9. Oktober 1910; † 23. August 2008) an der Methfesselstraße 42 in Berlin-Kreuzberg mit roher Gewalt zerstört. Die Vorgehensweise deutet unseres Erachtens auf eine gezielte Tat unter Verwendung von Werkzeugen hin.

Der Polizei, dem örtlichen Kontaktbereichsbeamten, ist dies über 14 Tage nicht aufgefallen.

Wolfgang Szepansky wurde im Sommer 1933 verhaftet wegen der Aufschrift in der Lichterfelder Straße (seit 1935 Methfesselstraße) in Berlin-Kreuzberg:
Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!

Er wurde in das Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus eingeliefert. Nach der Haftentlassung im Januar 1934 floh er in die Niederlande, dort wurde er 1940 interniert, an die Gestapo ausgeliefert und von Oktober 1940 bis zum 21. April 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen gefangen gehalten. Während der KZ-Haft wurde er 1941 wegen „Rassenschande“ verurteilt und kam für zwei Jahre ins Strafgefängnis nach Tegel, weil er mit einer Jüdin in Amsterdam einen Sohn hatte
Die Befreiung erlebte er während des Todesmarsches.

Er engagierte sich in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-VdA), gehörte zu den Gründern der Galerie Olga Benario und war im Internationalen Sachsenhausenkomitee tätig.
Wolfgang Szepansky führte seit 1978 fast 40.000 Jugendliche durch das ehemalige KZ Sachsenhausen. Mit dem Verein Paper Press e. V. führte er von 1980 bis 2007 65 antifaschistische Stadtrundfahrten durch den Bezirk Tempelhof in Berlin durch. An diesen Fahrten nahmen mehr als 2500 Menschen teil.

Am 11. August 2012, 79 Jahre nachdem er die antifaschistische Losung an die Mauer schrieb, wurde am historischen Ort die Gedenktafel für Wolfgang Szepansky eingeweiht.

Wir sind entsetzt und traurig über diesen Akt des gezielten Vandalismus, 70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Tafel die an unseren Freund erinnert, baldigst erneuert wird.

Berliner VVN-BdA e.V., 02.März 2015

Fette Kröte „Angstraum“

Über Blümchen schwafeln, um von Abholzung, Mietsteigerung und Verdrängung breiter Bevölkerungsteile abzulenken

Seit Jahren tragen die Kreuzberger Grünen Verantwortung für die Yuppisierung des Bezirks. Um Tierbestand und die neue Bepflanzung des Parks sollte es nach dem Willen Hans Panhoffs, Baustadtrat von den Grünen und ökokapitalistischer Hardliner, auf einer Veranstaltung Anfang Februar gehen. Doch seine Parkgestalter kamen nicht dazu, ihr Ablenkungsmanöver en detail auszuführen. Zu groß war der Ärger im Publikum über die neueste Blüte jahrelanger Politik zu Gunsten der Upper Class. Am Donnerstag, den 19. Februar, laden die Grünen ins Jugendhaus CHIP in der Reichenbergerstraße zu einer weiteren Propagandaveranstaltung zur Aufwertung des Görlitzer Parks. Die DKP Friedrichshain-Kreuzberg zur Beteiligung an den Protesten auf!

Neoliberale Stadtaufwertung mittels Verdrängung

Zuvor hatten die vermeintlichen Ökos jenseits der Öffentlichkeit die Vorstellungen einer „Polizeiarchitektin“ umsetzen und das ohnehin recht spärliche Grün des Parks nahezu vollkommen abholzen lassen. Von „Angsträumen“ faselte Panhoff anschließend: schließlich nutzten neben dort nächtigen Obdachlosen auch Dealer die nicht einsehbare Begrünung als Drogenversteck, und das habe „besorgte Familien“ von der Nutzung des Görli abgeschreckt. Eine Argumentation, wie wir sie eigentlich aus Kreisen der CDU oder aus Springer-Hetzmedien kennen: teils berechtigte Sorgen der Bevölkerung werden dazu genutzt, eine Law-and-Order-Politik durchzupeitschen. Über die Gründe für Obdachlosigkeit und Drogenhandel verlor Panhoff kein Wort, sagte auch nicht, was aus den nicht in Panhoffs Stadtbild passenden Personengruppen werden solle. Denn Konzepte für diese Menschen wären mit Geldausgaben verbunden. Doch das wollen die längst im Kapitalismus angekommenen Ökoliberalen lieber selbst behalten.

Die Grünen haben den Kapitlismus verstanden!

Die Ergebnisse bündnisgrüner Kommunalpolitik unterscheiden sich in nichts von SPD oder CDU. Im Gegenteil sorgt sie nett verpackt dafür, dass so manche Kröte leichter geschluckt wird. Denn es war ebendieser Baustadtrat, der das martialische Polizeiaufgebot anforderte und so die Zwangsräumung der Flüchtlinge aus der ehemaligen Schule in der Ohlauer Straße erst ermöglichte. Auch hier wurde mit Anwohnerangst argumentiert, obwohl grade sie massenhaft gegen den Belagerungszustand durch die Polizei auf der Straße waren. Dass Grüne zuerst die eigene Brieftasche im Auge haben, ist auch für die in den ehemaligen „Sozialwohnungen“ am Kottbusser Tor lebenden Menschen, die sich jahrelang gegen horrend steigende Mieten wehren müssen, nicht neu. Panhoff selbst kann am Görli wohnen, wo die Durchschnittsmiete seit 2010 von knapp 6 auf 11,71 Euro gestiegen ist (Berliner Zeitung, 03.02.2015). Für Panhoffs Klientel ist wahrscheinlich auch Kotti&Co. ein „Angstraum“, der mit Lattebars, Bio-Supermärkte und teure Esoterik-Boutiken zu füllen ist.