Celalettin Kesim Gedenken am 05.01 – Kottbusser Tor – 18 Uhr

Am Freitag gedenken wir Celalettin Kesim der an diesem Tag 1980 am Kottbusser Tor ermordet wurde. Den gemeinsamen Aufruf von der TKP und der DKP findet ihr hier. Im Anschluss gibt es bei einer warmen Suppe Gelegenheit über die Umstände der damaligen Tat und Parallelen zur aktuellen Situation zu sprechen. Wir zitieren vorab aus einem Artikel des Berliner Anstoß der am Freitag veröffentlicht wird. Dieser Artikel beleuchtet einige nicht mehr so bekannte Aspekte des Mordes:

(…)„‚Allah, Allah’, rufend stürmen die Angreifer auf TKP-Leute zu. Kesim wird durch einen Messerstich an der Oberschenkelarterie verletzt. Seine Freunde können ihn bis zum Landwehrkanal tragen, wo er verblutet. ‚Der Krankenwagen kam viel zu spät; das war den Deutschen egal, was die Türken untereinander machten’, sagen sie noch Jahre später. Und: ‚Die Grauen Wölfe waren Verbündete der deutschen Rechten.’“ Der Journalist, der diese Zeilen vor rund drei Jahren eingedenk des Mordes an Celalettin Kesim schrieb, sitzt heute in Erdoğans Gefängnissen. Sein Name: Deniz Yücel.

Kommunisten warnen vor Militärputsch in der Türkei

„Zweimal sind Islamisten und Faschisten in jenen Jahren an Regierungen des konservativen Politikers Süleyman Demirel beteiligt. Die Unterschiede zwischen den Konservativen, der Millî Görüş und den Grauen Wölfen sind zweitrangig; es gilt, die gemeinsamen Feinde zu bekämpfen: die Kommunisten. Und diese Spannungen haben sich längst auf die Diasporatürken übertragen“, schreibt Yücel rückblickend.

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