Pressemitteilung von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) und dem Berliner Schultisch

Konstantin Wecker und Lena Stoehrfaktor unterstützen Volksinitiative „Unsere Schulen“

Bundesweiter Unmut über neue Welle geplanter Schulprivatisierungen wächst

Berlin, den 19.02.2018: Die Berliner Volksinitiative „Unsere Schulen“ erfährt bundesweit wachsende Unterstützung. Bereits zum Jahresanfang hatten insgesamt 1333 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet in einer Petition gegen die Berliner Variante der Schulprivatisierung ausgesprochen. Jetzt sind mit Konstantin Wecker und Lena Stoehrfaktor zwei prominente Musiker dazugekommen. Konstantin Wecker über seine Motive, die Volksinitiative zu unterstützen:

„Es ist immer dasselbe: Erst lässt der Staat öffentliches Eigentum mutwillig verkommen, weil er das Geld für „Wichtigeres“, z.B. Rüstung, braucht. Dann ertönen in den Medien über Monate Klagelaute, in diesem Fall z.B. über marode Schultoiletten. Dann zaubert eine Not leidende Gemeinde die rettende Idee aus dem Hut: private Investoren sollen es richten. Am Ende stehen dann Eintrittsgebühren für’s Betreten des Schulgebäudes und Werbung für Produkte des Investors an den Wänden, und das Kind ist nicht mehr Mittelpunkt bestmöglicher Ausbildung, sondern „Kunde“ und Konsumvieh. Der Bürger muss noch mal für Leistungen bezahlen, die er als Steuerzahler ohnehin schon finanziert hatte. Privatfirmen, ohnehin schon Hätschelkinder des Finanzamts, dürfen sich noch weiter bereichern. Man braucht nur ins arme Griechenland schauen, um zu sehen wohin es führt, wenn ein Land Stück für Stück an Reiche verscherbelt wird. Die Folge ist noch mehr Armut, weil der Staat unser Wertvollstes aufgibt: Besitz der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Diese verhängnisvolle Entwicklung, die man an privaten Krankenhäusern, privaten Bahnlinien und Autobahnen, einer privaten Wasserversorgung und (in den USA) privaten Gefängnissen schon studieren kann, müssen wir nicht nur aufhalten, sie muss rückgängig gemacht werden – sonst wachen wir in ein paar Jahren in einem Land auf, das keiner von uns je gewollt hat.“ Continue reading

Frau Kapital und Dr. Marx! Eine Aufführung des Weber-Herzog-Musiktheaters

Fr., 16. Febr., 19:30 Uhr, Regenbogenfabrik Berlin Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Das  Weber-Herzog-Musiktheater bringt das Hauptwerk von Karl Marx Das ‘Kapital’ – Erster Band in 100 Minuten auf die Bühne: anschaulich, unterhaltsam, unakademisch, humorvoll wie tiefgründig, die Aktualität untersuchend. Unser Musiktheaterspiel greift wesentliche Inhalte vom Kapital auf: Ware, Gebrauchswert, Tauschwert, Ware Arbeitskraft, Mehrwert, Ursprüngliche Akkumulation. Die Musik von Christof Herzog setzt die Tradition von Kurt Weill und Hanns Eisler fort. Unseren Blick richten wir auf die politischen Möglichkeiten der Gegenwart, denn darauf, so Marx, kommt es an.

Wir meinen, in einer Zeit zunehmender Arbeitslosigkeit, zunehmender Arbeitshetze, zunehmendem Druck und Verunsicherung, wäre es für jeden hilfreich, sich mit diesem Werk beschäftigten. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich von seinen Lebensumständen ein Bild zu machen. Wer stellt sich heutzutage nicht die Frage: Warum werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer? Woher kommt die Arbeitslosigkeit? Warum gibt es so viele Obdachlose? Warum gibt es Kriege? Auf all diese Fragen findet man bei Marx im ‘Kapital’ Antworten.

Protest gegen rassistischen Aufmarsch durch Kreuzberg am 17.02

Samstag, 17. Februar 14:00 – Mehringplatz/Gitschinerstraße

„Feministinnen in der AfD Berlin“ mobilisieren für den 17.02 zu einem Marsch der Frauen vom Halleschen Tor zum Bundestag. Deutsche Frauen sollen vor illegal eingereisten Kriminellen geschützt werden. Gegen diese rassistische Provokation muss protestiert werden. Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Berlin und das Berliner Bündnis gegen Rechts haben eine Protestaktion angemeldet. Hier der Aufruf dazu:

Nicht in unserem Namen
Kein Feminismus ohne Antirassismus

Wir laden euch ein, gemeinsam gegen den rassistischen Aufmarsch durch Kreuzberg am 17. Februar zu protestieren.
Leyla Bilge, AfD-Mitglied und „Exmuslima“ mobilisiert zu einem „Marsch der Frauen“ vom Halleschen Tor zum Bundeskanzleramt. Ein trojanisches Pferd, in dem vor allem antimuslimischer Rassismus steckt.
Bilges Aufruf steht klar im Zeichen des Rassismus und richtet sich ausschließlich und pauschal gegen Geflüchtete, Migrant*innen, Muslim*innen.
Für sie sind Täter sexualisierter Gewalt einzig „illegal eingereiste Kriminelle“ – und Opfer sexualisierter Gewalt deutsche Frauen.
Dabei pflegt die AfD enge Verbindungen zu christlich-fundamentalistischen Eiferern, die Frauen* das Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper und ihr Leben nehmen wollen und gegen einen angeblichen „Gender-Wahn“ kämpfen.
Dieser Marsch findet nicht im Namen von Frauen* und für Frauenrechte statt, sondern im Namen des Rassismus.

Dem wollen wir uns gemeinsam entgegenstellen.
Unsere Alternative heißt Solidarität!