Sommerfest der DKP – 30.06 ab 13 Uhr

Vorläufiges Programm:

Musik & gute Laune
The Balkonians
Pitchy Proyecto Son Batay
Lautaro Valdès
OktoberRot

Politisches & Diskussionen
„Der Krieg ist hier“ – Die Sicherheitsakademie in Pankow
„Pflege statt Panzer und Keine Profite mit der Gesundheit“ – Interview mit einer Expertin aus dem Gesundheits- und Pflegebereich zum Pflegenotstand
„Wohnen statt Kanonen & Drohnen“ – Mieterinis kommen zu Wort
„Unsere Schulen“ – Neues von & zur Kampagne gegen geplante Schulbauprivatisierungen

Kinderspiel & Spaß
„Komm, wir malen eine Sonne auf den grauen Pflasterstein, und wir laden alle Kinder aus der Straße dazu ein..“ – Malen auf Papier, im Gesicht & auf der Straße
Musik & Spiele
… und ein paar Überraschungen

Immobilienkonzern statt Kreuzberger Mischung

Aus dem aktuellen Mieterecho der BerlinerMieterGemeinschaft

Akelius richtet seine Deutschlandzentrale am Oranienplatz ein und strukturiert das gekaufte Haus um

Von Ralf Zimmer

Für Florian Schmidt (Bündnis90/Die Grünen), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, ist es eine „Katastrophe“: Akelius, laut Selbstdarstellung die größte börsennotierte Immobiliengesellschaft Schwedens, hat für die Einrichtung ihrer neuen Deutschlandzentrale einen klassischen Kreuzberger Gewerbehof gekauft und gestaltet diesen um. Zunächst kündigte die Firma den Gewerbetreibenden und Ateliers im Hof. Dann begann sie mit Erfolg, Druck auf die Wohnungen im Vorderhaus auszuüben.                                    

„Akelius hat ein Stück Kreuzberger Mischung zerstört“, fasst Schmidt zusammen. „Diese Hinterhöfe mit wohnortnahen Arbeitsplätzen in verschiedenen Gewerben sind genau das, was wir erhalten wollen.“ Der Baustadtrat spricht von der Adresse Erkelenzdamm 11-13, fast direkt am Oranienplatz. Dieses Gebäude wurde 2014 von Akelius gekauft und rasch teilweise entmietet. Im selben Jahr wurde Schmidt, der im Herbst 2016 Bezirksstadtrat wurde, Atelierbeauftragter des Senats. Sofort hatte er mit dem Fall zu tun, erinnert er sich. Continue reading

Die Berliner Regierung täuscht – wir sammeln!

Die Berliner Zeitung berichtet unter dem Titel „Öffentlich-private Partnerschaften  – Der große Bluff der Berliner ‚Schulbauoffensive‚“ über ein großes Täuschungsmanöver des Berliner Senats. Monatelang hatten die Verfechter in der Berliner Landesregierung beteuert, dass es sich bei dem Vorhaben zum Berliner Schulbau weder um eine Privatisierung noch um eine öffentlich-private Partnerschaft handle. Und nun stellt sich heraus – es ist beides, und zwar planmäßig und von Anfang an. Ja, man hatte sich sogar von den einschlägigen ÖPP-Lobbyisten beraten lassen – das belegen geheime Unterlagen, die der Berliner Zeitung offenbar vorliegen.

Gemeingut in Bürgerinnenhand (GiB) kritisiert den Privatisierungscharakter des Vorhabens schon seit 2016 und warnt vor den möglichen Folgen. Die nun bekannt gewordenen Dokumente bestätigen die schlimmsten Befürchtungen. Umso wichtiger ist es, das Vorhaben öffentlich zu diskutieren. Noch sind die 20.000 gültigen Unterschriften nicht zusammen, die benötigt werden, um das Parlament zur Befassung mit dem Thema zu zwingen. Wer noch nicht unterschrieben hat: Bitte hier die Liste ausdrucken, dann ausfüllen und bis zum 30. Juni zurücksenden an GiB, Weidenweg 37 in 10249 Berlin.

Denn wenn Berlin eines nicht braucht, dann ist das eine weitere Privatisierung! Wenn das 20.000 Menschen mit ihrer Unterschrift bekräftigen und sogar in öffentiche Anhörungen des Berlier Abgeordnetenhauses tragen, kann das nicht mehr einfach übergangen werden.

bauen, bauen, bauen – sozial und kommunal

Veranstaltet vom MieterEcho und der Initiative Neuer Kommunaler Wohnungsbau (INKW)

Samstag 16. Juni 2018, 14–18 Uhr, IG Metall-Haus, Saal 5. OG, Alte Jakobstraße 149, Berlin

Unsichtbar liegen die Wohnungssuchenden unterhalb des Radars der öffentlichen Wahrnehmung. Und die von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen haben keine sie einende Organisation und keine Lobby, um ihre dringenden Bedürfnisse zu artikulieren und den politisch Verantwortlichen Druck zu machen.
Gleichzeitig ist eine Tendenzwende bei den steigenden Mieten und ein Ende des Wohnungsmangels im leistbaren Mietbereich nicht absehbar, solange die Wohnungspolitik bundesweit und in Berlin keine grundsätzlich andere Ausrichtung erfährt. Auf dieser Tagung wollen wir der Frage nachgehen, wie eine politisch und sozial verantwortliche Mieten- und Wohnungspolitik aussehen kann – und zusammen mit Initiativen, Mieter*innen und Vertreter*innen aus Gewerkschaften und Politik diskutieren.

1. Podium 14–15.30 Uhr
Die Unsichtbaren sichtbar machen – Der angespannte Wohnungsmarkt und seine Folgen
Stefania Animento, Berlin Migrant Strikers
Doro Zimmermann, Wildwasser e. V.
Nora Brezger, Flüchtlingsrat Berlin
Karin Baumert, Bündnis Zwangsräumung verhindern!
Moderation: Hermann Werle, Redaktion MieterEcho
 
2. Podium 16–18 Uhr
Gute Wohnungen für alle – Lösungsansätze gegen die Wohnungskrise
Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin / Die Linke im Bundestag
NN., Bundesvorstand DGB (angefragt)
Karin Zauner-Lohmeyer, Wiener Wohnen
Joachim Oellerich, Redaktion MieterEcho und INKW
Moderation: Klaus Linder, Berliner MieterGemeinschaft

Görli 49: Umwandlung in Eigentumswohnungen trotz Milieuschutz!

Hier eine Mitteilung der betroffenen MieterInnen:

Wir sind 17 Mietparteien in der Görlitzer Straße 49 im Milieuschutzgebiet Luisenstadt, Berlin. Das Haus wurde 1955 gebaut.
Das Haus wurde 2002 von einem Privatbesitzer an die Firma Özkan verkauft und 2003 modernisiert. Im Februar 2013 wurde das Haus an die Salaground Invest GmbH weiter verkauft. Im Sommer 2014 informierte uns deren Geschäftsführer, dass die Wohnungen in Eigentum umgewandelt werden und bot uns unsere Wohnungen zu Preisen von 160 000 bis 200 000 € zum Kauf an. Da niemand aus dem Haus auf das Angebot reagierte, sollte uns im Dezember 2014 die Firma „pro soluta“ zum Ausziehen überreden. Continue reading