Gegen Wohnungsmangel, Mietenwahnsinn und Privatisierungstrend: Kommunaler Wohnungsneubau

Was hatten die Berliner Senate der vergangenen Jahrzehnte gemeinsam? Die Mieten waren ihnen zu billig. Sie förderten massiven Wohnungsabriss und gleichzeitig die Privatisierung von immer mehr Wohnraum. Und sie stricken weiterhin an „neoliberalen“ Lösungen der Wohnungskrise. Für die Arbeiterklasse bedeutet das die permanente Sorge, ob man sich das Wohnen auch künftig noch wird leisten können. 60% der Berliner Haushalte erzielen so geringe Einkommen, dass sie Anspruch auf einen WBS haben. Ein bloßer Wisch, denn Wohnungen im geschützten Marktsegment sind nicht annähernd genug vorhanden.

Dabei gibt es durchaus wohnungspolitische Konzepte, die geeignet sind, diesem Trend entgegenzuwirken. In Österreich gibt es große Wohnungsbestände in kommunaler Hand. Dieser „Gemeindebau“ drückt alle Mieten – und zwar enorm. Baut man den kommunalen Bestand aus, wird das Wohnen bezahlbarer. Diese Idee wurde im jüngsten Bericht der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik vorgestellt. Warum aber finden diese Vorschläge so wenig Resonanz in der Öffentlichkeit?

Es sprechen:
Elke Kahr, KPÖ-Steiermark, von 2005 – 2017 Stadträtin für Wohnungsangelegenheiten in Graz/Österreich; zeitweise Vizebürgermeisterin. Sie wird zu kommunistischer Wohnungspolitik referieren.

Sebastian Gerhardt, Mitglied der Memorandum-Gruppe. Er wird das Konzept eines Kommunalen Wohnungsneubaus für die Stadt Berlin präsentieren.

Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion. Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht!

Wo & Wann?
Mi., den 5. September, 19h, Kino der Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22, Berlin-Kreuzberg, Nähe U-Bhf. Görlitzer Park

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.