Deutsche Wohnen – wer ist das und was wollen die?

Referent: Michael Breitkopf (Sozialberatung Kotti&Co) mit einem Fachanwalt für Mietrecht
Unterstützt durch die Redaktion des Berliner Mieterechos

 

Die Deutsche Bank erobert den Berliner Wohnungsmarkt

 

Plakat-BVV-Wahl-2016-1Überall in Berlin macht das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen (DW) Schlagzeilen: zum Beispiel Verdrängung der Mieter durch horrende Mietsteigerungen in den ehemaligen Sozialwohnungen rund ums Kottbusser Tor. Umwandlung in Wohneigentum von Lichtenberger Noch-Mietwohnungen – Wohnraum, der ursprünglich einmal in öffentlichem Besitz und für Bahnarbeiter und deren Familien gedacht war, wurde der DW quasi geschenkt und soll nun, da die Immobilienpreise schwindelerregende Höhen erreicht haben, profitbringend verscherbelt werden. Und nun auch „Modernisierung“ der Otto-Suhr-Siedlung, weil die DW danach die Mieten ebenfalls erheblich steigern wird.

Dem Unternehmen sind die Mieter stets egal. Es besitzt seine Hunderttausende Wohnungen nämlich nicht, um Menschen mit Wohnraum zu versorgen. Für kapitalistische Unternehmen zählt ausschließlich die Steigerung der Profite. Entsprechend sind die Planungsvorgaben der DW-Chefetage. Das börsennotierte Unternehmen, das von der Deutschen Bank gegründet wurde, um auch auf dem Wohnungsmarkt Rendite zu erwirtschaften, ist kurz davor, bundesweit der größte Privatbesitzer von Wohnraum zu werden. Hier in Berlin ist die DW schon größter Privatbesitzer an Wohnraum, seit sie sich viele kleinere Wohnungsgesellschaften und vor allem 2Wohnungsbestand aus ehemals öffentlicher Hand einverleibt hat.

Warum ist das für Berliner Mieter so gefährlich? Wer genau ist die Deutsche Wohnen? Wer besitzt sie? Wer kassiert die horrenden Gewinne? Und was bedeutet das Gerangel um die geplatzte Übernahme des zweiten großen deutschen Wohnraumimperiums, der „Vonovia“?

Wir haben den Wohnungsmarkt-Experten Michael Breitkopf aus dem Stadtteilbüro Friedrichshain eingeladen, um diese Fragen zu klären. Er entlarvt seit Jahren die Machenschaften des DW-Konzerns. Klar ist, dem angehenden Monopolisten muss der Kampf angesagt werden. Dass sich Mieterinitiativen aus dem gesamten Stadtgebiet bereits erfolgreich wehren und was man gegen die Schweinereien des Unternehmens ausrichten kann, darüber möchten wir gemeinsam beraten.


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Datum/Zeit
02.09.2016
ab 18:00

Veranstaltungsort
Prinzesinnengärten

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