Hinter den Nazis stand das Kapital!

Hitler1933 charakterisierte die Kommunistische Internationale Faschismus als „offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.
Faschismus – eine Variante des Kapitalismus also.

Neben Marxisten haben auch bürgerliche Historiker versucht, den deutschen Faschismus zu charakterisieren. Vertreter des Finanzkapitals spielen da allerdings kaum eine Rolle. „Nationalsozialismus“ der Werbebegriff, den die Hitlerpartei damals für sich selbst erfand, ist mittlerweile gängig geworden. Nicht nur die NPD, sondern auch Vertreter von SPD, Grünen, CDU, Linkspartei und Antideutschen behaupten, Faschismus sei eine „Bewegung von unten“. Bezeichnen ihn mithin als „revolutionär“. Das deutsche Industrie- und Bankkapital sei demnach eigentlich gegen die Nazis gewesen. Warum diese Versuche, den Kapitalismus von den Nazis rein zu waschen?

Der Berliner Historiker Dr. Karsten Heinz Schönbach hat zu dieser Frage zahlreiche Quellen aus der deutschen Großindustrie untersucht und ein Buch veröffentlicht. Er wird dieses kurz vorstellen. Anschließend möchten wir in lockerer Runde über die Aktualität der „DimitroffThese“ diskutieren.

Dr. Karsten Heinz Schönbach: Die deutschen Konzerne und der Nationalsozialismus 1926 – 1943,
Berlin 2016, trafo Wissenschaftsverlag, 680 S., ISBN 9783864640803, € 59,80


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Datum/Zeit
16.06.2016
ab 19:30

Veranstaltungsort
Cafe Commune

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